Schwere Jungs

Sie heißen eigentlich Klaus, Sven, Christian und Robert. 

Aber im Knast muss schließlich jeder einen Spitznamen haben. Und so kennt man sie seit einiger Zeit – seit sie „sitzen“, seit sie zu „Schweren Jungs“ geworden sind – nur noch unter Knille, Pienza, Roy und Robby. Sie haben sich mit ihrem beengten Leben arrangiert. Und ihr Direktor, Dietmar Spangenberger, ist eigentlich ganz gut zu ertragen.

Nur hat er manchmal so sonderbare Ideen. Und gemeinsam mit der Psychologin Dr. Viola Weiß heckt er gerade etwas ganz Neues aus: Um die Jungs wieder auf ihr Leben draußen vorzubereiten, sollen sie – unter Anleitung Violas, von den „Knackis“ etwas respektlos „Olle“ genannt – die Handwerkerszenen aus dem „Sommernachtstraum“ einstudieren.

Die vier Jungs haben nun wirklich schon Probleme genug – mit sich und mit dem erzwungenen Miteinander in den Zweier-Zellen. Und jetzt sollen sie auch noch fremde Texte sprechen und in die Haut von Figuren schlüpfen, die ihnen völlig fremd sind. Alle vier sind sich sicher: Männer wie sie machen sich doch nicht freiwillig auf diese Art lächerlich!

Aber „Olle“ setzt sich durch und beginnt mit den Proben. Und nach anfänglicher Ablehnung finden die vier langsam einen Weg, sich den Charakteren, die sie verkörpern sollen, zu nähern. Aber bis zur Aufführung gibt es zahllose Hindernisse zu bewältigen. Wer lernt schon gerne Text? Und dass ausgerechnet der Obermacho Pienza im Kleid auf die Bühne soll, macht die Situation nicht einfacher. Der Weg zur Premiere ist steinig – und brüllend komisch…

Übrigens:

Frank Pinkus hat mit „SCHWERE JUNGS“ eine neue Komödie für das Ensemble des Weyher Theaters geschrieben. Es ist ein komödiantischer Clou, die „Knackis“ auf die Handwerker aus dem „Sommernachtstraum“ treffen zu lassen. Wie sie sich den vermeintlichen Peinlichkeiten dieses Auftritts annähern, ist ebenso komisch wie berührend – und macht diese Kerle zu Menschen, die man, so sehr man auch über sie und mit ihnen lacht, einfach gernhaben muss!