Sherlock Holmes

Dr. Watson ist nach seinem Einsatz im Afghanistan-Krieg nicht mehr als Militärarzt einsetzbar. Zurückgekehrt nach London, ist er auf der Suche nach einem neuen Tätigkeitsbereich. Durch Vermittlung lernt er einen der seltsamsten Menschen kennen, der ihm je begegnet ist: Sherlock Holmes, der sich selbst „Consulting Detective“ nennt. So speziell Holmes auch sein mag, Watson ist von ihm fasziniert – und binnen Kurzem nicht nur sein Mitarbeiter, sondern auch in einen ziemlich unheimlichen Mordfall verwickelt. 

Es geht um den mysteriösen Tod von Sir Charles Baskerville. Ein Herzinfarkt, keine Frage. Aber wie kam es zu dem Herzinfarkt? Man munkelt, der berüchtigte Hund der Baskervilles habe wieder zugeschlagen, ein Fabelwesen, das niemand wirklich gesehen hat, aber mancher schon gesehen haben will. Denn ein Fluch liegt über den Baskervilles, und dieser Fluch hat etwas mit diesem offenbar riesigen Hund zu tun…

Dr. Watson fährt auf den Landsitz der Baskervilles, um Sir Henry Baskerville, den Neffen des Opfers, der im Begriff ist, sein Erbe anzutreten, zu schützen. Der aber ist sich des Ernstes der Situation nicht wirklich bewusst. Zudem benehmen sich einige Bewohner des Dorfes – etwa das Butler-Ehepaar Barrymore, der Naturkundler Stapleton mit seiner Schwester Beryl, die geheimnisvolle Laura Lyons – äußerst verdächtig und abweisend.

Schließlich geschieht ein weiterer Mord – und wieder findet man die Fußspuren eines gigantischen Hunds… Sherlock Holmes und Watson müssen sich mehr und mehr mit der Frage beschäftigen, ob es wirklich übernatürliche Dinge sind, die hier eine so entscheidende Rolle spielen…

Übrigens:

Sir Arthur Conan Doyles Figur des Sherlock Holmes ist sicher einer der weltweit bekanntesten und beliebtesten Detektive der Literatur. In unzähligen Filmen (aktuell etwa mit Robert Downey jr. und Jude Law) und Fernsehversionen (zuletzt in einer sehr pfiffigen Neuadaption der BBC mit Benedict Cumberbatch und Martin Freeman) ist er unvergesslich geworden.

Frank Pinkus hat eine neue Fassung für das Weyher Theater erarbeitet, ganz auf die Möglichkeiten der Bühne konzentriert. Pinkus hat sich für Weyhe für seinen Lieblingsfall, eben den „Hund der Baskervilles“ entschieden, aber auch einige Passagen aus „Eine Studie in Scharlachrot“ verwendet, um die Charaktere von Holmes und Watson differenzierter gestalten zu können. Diese Bühnenversion belässt die Geschichten dabei in ihrer Zeit und beginnt somit im Jahr 1881 – und ist ebenso spannend wie auch ein bisschen (und sehr angenehm) schaurig…