Der „Gentleman’s Club“ auf St. Pauli steht vor der Pleite: Die Besucher bleiben aus, und Rita, die letzten verbliebene Stripperin, kann sich ihre Auftritte mittlerweile sparen. Club-Inhaber Herbert muss dem gesamten Personal mitteilen: Er kann sie unmöglich weiter beschäftigen und wird den Club schließen müssen. 

Aber einer der Kellner kommt auf eine überraschende Idee: Gibt es nicht auf St. Pauli eine echte Marktlücke? Wo sollen die ganzen Junggesellinnen-Abschiede denn hin? Was wäre, wenn der „Gentleman’s Club“ sich auf den Männerstrip konzentriert, und alle sechs männlichen Mitarbeiter werden, um ihren Job zu retten, alle Hüllen fallen lassen. Und das Abend für Abend…

Die Idee an sich scheint überzeugend und gut. Aber im Detail erweist sich der Plan als ausgesprochen schwierig. Da sind die männlichen Eitelkeiten – wer von den sechsen ist schon durchtrainiert genug, um sich ohne Probleme nackt auf der Bühne zeigen zu können? Der eine ist zu dick, der andere zu dünn, der kann keinen Rhythmus halten und der verwechselt bei den Proben immer rechts und links – wie soll aus diesem Chaos jemals eine Nummer werden?

Aber die sechs Männer raufen sich zusammen, und am Ende kommt es wirklich zum Showdown, und die letzten Hüllen fallen. Denn: Man(n) zieht blank…

Übrigens:
In der nun 15jährigen Geschichte des Weyher Theaters hat es zwei Komödien gegeben, die das Publikum ganz besonders geliebt hat – Stücke, in denen ein paar Männer zum äußersten Mittel greifen, um sich und ihren Job zu retten: „KALENDER BOYS“ und „KERLE, KERLE“. Die Komödie „KERLE, KERLE“ ist ein unvergessener Erfolg – 215 Mal haben wir dieses Stück von 2004 bis 2009 gespielt. „MAN(N) ZIEHT BLANK“ erzählt nun auf andere Weise eine neue Geschichte über Männer, die verzweifelt sind – und darum keine Scham und keine Scheu mehr kennen und alles geben, um ihren Laden zu retten. Das ist liebenswert, frech, verrückt, immer wieder überraschend und ganz bestimmt ein Riesenvergnügen für das Publikum. Und das nicht erst, wenn am Ende die letzten Hüllen fallen…