Die erste Kritik über FÜR IMMER IRLAND

„BERÜHRENDE AUGENBLICKE
Plötzlich strömen die Touristen ins kleine irische Dorf namens Leenane, das endlich Karriere gemacht hat. Und das ist auch wieder niemandem recht in dem einzigen Pub des Ortes, in dem man sich täglich mehrmals trifft und nicht mehr die alten Alltagssorgen diskutieren kann, weil es neue gibt. Und schon ist der Stoff geboren für eine turbulente Premiere, für den zweiten Teil der Erfolgsproduktion „EIN TRAUM VON IRLAND“, für die zweieinhalb Stunden „FÜR IMMER IRLAND“, für einen Saisonauftakt im Weyher Theater, den das Publikum mit stehenden, langanhaltenden Ovationen und das Ensemble mit zwei Zugaben quittierte.
Frank Pinkus steht nicht nur selbst auf der Bühne, was allein schon ein Gewinn ist, auch in „FÜR IMMER IRLAND“, er ist zugleich in der Lage, die Charaktere des Ensembles genau einzuschätzen und ihnen eine ideale Rolle auf den Leib zu schreiben. Eine Isolde Beilé als Lehrerin, die zu keiner Geburtstagsfeier mehr eingeladen wird, weil sie das Betragen der Gäste benotet, ein Thorsten Hamer, glänzend aufgelegt, als einzigen Wirt Irlands, der nicht singen kann, einen Joachim Börker als ständig schlecht gelaunten Gast. Jeder in seiner Paraderolle. Absolut glaubwürdig.
Gewiss, es darf gelacht werden, wird es auch, wie immer im schnellen Rhythmus, aber die Stücke berühren. Ja, tatsächlich, sie vermögen nicht nur Spaß auszulösen, sie vermögen nicht nur zu singen, live zu singen, sie vermögen auch das Publikum ins Herz zu treffen. Das macht Appetit auf mehr.“
(Sonntags-Tipp; 27.08.2017)

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