Ein Portrait im Weser Kurier

Der Weser Kurier hat Thorsten Hamer in seiner Wohnung in Intschede besucht. 

Viele Gesichter und eine Paraderolle

vonOnno Kutscher 21.07.2017

Seit gut zwei Jahren lebt Schauspieler Thorsten Hamer nun in Intschede. Zu sehen ist er vor allem am Weyher Theater, aber auch in Intschede kann man sein Bühnentalent bewundern. (Björn Hake)

Thorsten Hamer liebt seinen Beruf, er hat quasi sein Hobby zum Beruf gemacht. Der Schauspieler beherrscht viele Rollen. Am liebsten wagt er sich aber an einen der größten deutschen Humoristen.

Blender-Intschede. „Das war wie Papi.“ Dieses Zitat liegt Thorsten Hamer noch immer in den Ohren – und er wird es auch wohl nie vergessen, denn ein schöneres Kompliment kann man dem in Intschede lebenden Schauspieler wohl kaum machen. Gesagt hat es die Tochter eines der größten deutschen Humoristen: Heinz Erhardt. „Es war nach einer Vorstellung in Frankfurt“, erinnert sich der 34-jährige Hamer und kann sich ein Lächeln dabei nicht verkneifen. In einem Theater in Frankfurt hatte er seinerzeit seine Paraderolle als Heinz Erhardt auf die Bühne gebracht. Eine Tochter des 1979 gestorbenen Komikers hatte im Publikum das Treiben beobachtet. „Ich höre nach Aufführungen öfter, dass ich auf der Bühne genau wie Heinz Erhardt bin, aber wenn man es aus solchem Munde hört, ist das noch eine andere Hausnummer.“.                              Seitdem sind einige Jahre vergangenen. Die Leidenschaft für die Schauspielerei brennt aber immer noch in Thorsten Hamer – und auch die für Heinz Erhardt. Wenn er über den Humoristen redet, dann kommt der 34-Jährige schnell ins Schwärmen. „Sein Humor funktioniert generationsübergreifend, ist intelligent und geht auch nie unter die Gürtellinie“, sagt er. Deswegen spielt er ihn auch so gerne.                   Die Liebe für das Tun Erhardts hat der 34-Jährige quasi in die Wiege gelegt bekommen. „Meine Oma hat mir immer aus einem Buch von Heinz Erhardt vorgelesen. Ich bin dann zum Fan geworden und verehre diesen Mann.“ Das kann man auch immer wieder auf den Bühnen der Region sehen. Zuletzt hat er einen Heinz-Erhardt-Auftritt auf dem Bauernhof-Eis in Intschede hingelegt. Am Weyher Theater ist er sogar regelmäßig zu sehen. Dann aber nicht nur als Heinz Erhardt, denn Thorsten Hamer hat viele Gesichter und beherrscht auch andere Rollen.

Geboren wurde Thorsten Hamer 1982 in Solingen. „Aufgewachsen bin ich auf einem Bauernhof, deswegen mag ich das Ländliche und fühle mich in Intschede einfach pudelwohl“, verrät er. Seit gut zwei Jahren lebt er nun in der Gemeinde Blender. So lange steht er auch in Weyhe schon auf der Bühne. Der Kontakt zum Weyher Theater, laut Hamer eines der besten Boulevardhäuser Deutschlands, kam über deren Intendant Kay Kruppa und Dramaturg Frank Pinkus zustande. „Beide sind brillant. Ich habe die Stücke von Frank Pinkus Geboren wurde Thorsten Hamer 1982 in Solingen. „Aufgewachsen bin ich auf einem Bauernhof, deswegen mag ich das Ländliche und fühle mich in Intschede einfach pudelwohl“, verrät er. Seit gut zwei Jahren lebt er nun in der Gemeinde Blender. So lange steht er auch in Weyhe schon auf der Bühne. Der Kontakt zum Weyher Theater, laut Hamer eines der besten Boulevardhäuser Deutschlands, kam über deren Intendant Kay Kruppa und Dramaturg Frank Pinkus zustande. „Beide sind brillant. Ich habe die Stücke von Frank Pinkus schon immer gerne gespielt“, sagt Thorsten Hamer.
Seine ersten Bühnenerfahrungen sammelte er im Alter von 16 Jahren. „Das war bei einer Amateurtruppe in Solingen. Als ich meinen ersten Satz vor Publikum sagte, war ich sofort verliebt in die Schauspielerei.“ Ganz zum Leidwesen seiner Mutter. „Die war anfänglich gar nicht glücklich“, verrät er. Auch nicht, als er sich dazu entschied, die Schauspielschule in Düsseldorf zu besuchen. „Mittlerweile ist sie aber zufrieden mit mir.“.    Danach tingelte Thorsten Hamer durch die Republik und spielte unter anderem an freien Häusern in Berlin, München, Düsseldorf, Frankfurt und Stuttgart. Außerdem gründete er mit dem Leo-Theater in Wuppertal sein eigenes Theater, hier folgte aber 2016 die Trennung und es zog ihn nach Weyhe, wo er bisher unter anderem in den Stücken „Ein Traum von Irland“, „Loriots Dramatische Werke“, „Nachdem ich mich hier versammelt habe“, „Mord an Bord“, „Ein Bett für vier“ und in „Man(n) zieht blank“ mitgewirkt hat.

Tausende von Auftritten hat Thorsten Hamer in seiner Laufbahn als Schauspieler nun schon hingelegt. Eines wird sich aber wohl nie ändern: „Die Nervosität. Die ist immer da. Das will ich aber auch gar nicht missen, das gehört einfach dazu“, sagt der 34-Jährige und gibt zu, dass „ich mich immer wieder freue, wenn ich auf der Bühne stehe. Es ist mein Traumberuf.“ Davon will er natürlich auch immer wieder das Publikum überzeugen. „Komödien können aber in der Tat besonders schwierig sein. Denn es ist gar nicht so einfach, die Pointen rüberzubringen. Auch das Publikum reagiert immer anders. Das macht es so spannend.“.                                    Spannend soll das Bühnenleben von Thorsten Hamer auch weiterhin bleiben. So wird er neben seinen Auftritten am Weyher Theater auch in Intschede in den kommenden Monaten einige Male zu sehen sein. Ort des Geschehens ist dann das Intscheder Bauernhof-Eis. Dort ist er, wie sollte es anders sein, in seiner Rolle als Heinz Erhardt zu sehen. Die Auftritte sind am 20. August, 19. September und 8. Oktober, Beginn ist jeweils um 9.30 Uhr (mit Frühstück). Anmeldungen telefonisch unter 0 42 33 / 9 40 40.

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